Astro-Fernglas – Ferngläser für astronomische Beobachtungen

Für detaillierte astronomische Beobachtungen ist ein Teleskop zwar das Instrument der ersten Wahl, doch auch beim Blick durch ein einfaches Fernglas gibt es am nächtlichen Sternenhimmel schon viel mehr zu sehen als mit bloßem Auge. Zudem lässt sich ein Fernglas unkomplizierter transportieren als ein Teleskop, und das Beobachten des Sternenhimmels ist mit zwei Augen entspannter als nur mit einem Auge. Doch welche Eigenschaften braucht ein Fernglas, um den Anforderungen des astronomischen Beobachtens möglichst gut gerecht zu werden?

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Ausreichende Vergrößerung und Lichtstärke sind wichtig

Um möglichst viel am Nachthimmel entdecken zu können, sollte die Vergrößerung nicht zu gering sein. Gleichzeitig muss das Fernglas auch mit wenig Licht gut zurechtkommen. Deshalb ist ein 10×50-Fernglas für Astronomie-Einsteiger eine gute Wahl. Stärkere Vergrößerungen und größere Frontlinsendurchmesser sind durchaus willkommen, kosten dafür aber meist auch mehr und gehen mit einem deutlich höheren Gewicht einher. Wer sich häufig mit astronomischen Beobachtungen beschäftigt und für ein solches Spezialfernglas entscheidet, sollte sich deshalb auch gleich das passende Stativ dazu kaufen. Zu stark sollte die Vergrößerung allerdings auch nicht sein, denn je stärker die Vergrößerung, desto kleiner das Sehfeld. Und gerade das deutlich größere Sehfeld ist ein entscheidender Vorteil des Fernglases gegenüber dem Teleskop. So lassen sich mit dem Fernglas zwar nicht so viele Details betrachten wie mit dem Teleskop, dafür ist die Orientierung am Himmel leichter und ausgedehntere Objekte wie die Milchstraße, Nebelflecken und Ähnliches lassen sich mit dem Fernglas besser betrachten.

Wie groß ist die optimale Austrittspupille?

Ein häufig unterschätzter Parameter bei Ferngläsern, der jedoch bei astronomischen Beobachtungen besonders ins Gewicht fällt, ist die Größe der Austrittspupille beziehungsweise der Okularöffnung. Sie lässt sich einfach errechnen, indem der Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung geteilt wird. Bei einem 10×50-Glas misst die Austrittspupille demnach fünf Millimeter. Je größer die Austrittspupille, desto heller wird das Bild empfunden. Ein 12×50-Fernglas hat eine Austrittspupille von 4,17 Millimetern und liefert ein etwas dunkleres Bild, was den Wert der stärkeren Vergrößerung beim Beobachten schnell relativieren kann. Eine große Austrittspupille ist allerdings nur insoweit von Nutzen, wie sich auch die Pupille im Auge des Beobachters entsprechend weiten kann. Da diese Fähigkeit mit steigendem Lebensalter abnimmt, profitiert ein jüngerer Beobachter von einer 7,0- oder 7,5-Millimeter-Austrittspupille, während Ältere diese nicht benötigen und mit einer Austrittspupille im Bereich von drei bis fünf Millimetern gut bedient sind.

Keine Einblendungen, aber gern druckwasserdicht

Bei einigen Ferngläsern werden Informationen direkt in das Bild oder in ein daneben oder darunter angeordnetes Fensterchen eingeblendet. Beispiele dafür sind Marineferngläser mit Kompass oder Jagdferngläser mit Entfernungsmesser. Diese Features sind auf See und auf der Jagd sehr hilfreich, bei astronomischen Beobachtungen jedoch hinderlich. Auch Strichplatten und Skalen wirken dabei störend, sodass ein zur Beobachtung des Sternenhimmels verwendetes Fernglas besser nicht damit ausgestattet sein sollte. Vorteilhaft ist es dagegen, wenn das Fernglas druckwasserdicht und mit Argon oder Stickstoff gefüllt ist. Dadurch werden das Beschlagen der Optik und die Bildung von Kondenswasser im Inneren des Fernglases verhindert, was sich vor allem bei stärkeren Temperaturrückgängen in der Nacht auszahlt.