Jagdgläser – robust und leistungsstark

Bei der Jagd ist es für den Jäger und die Jägerin wichtig, das Wild sehen zu können, bevor er bzw. sie selbst von diesem wahrgenommen wird. Ein gutes Fernglas ist deshalb unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Jagdausrüstung. Vor allem zwei Eigenschaften sind es, die ein Fernglas zu einem gut geeigneten Jagdglas machen: die robuste Bauweise und eine exzellente Abbildungsleistung auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Denn zum einen kann das Glas auf der Jagd durchaus einmal an einen Ast oder gegen ein anderes Ausrüstungsteil stoßen und anderen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt werden. Und zum anderen ist es im Wald – je nach Baumbestand – auch am Tag relativ dunkel. Dazu kommt, dass ein großer Teil der jagdlichen Aktivitäten ohnehin in den Dämmerungs- und Nachtstunden stattfindet.

Jagdgläser – Produktvorstellungen:

Hohe Lichttransmission und guter Bedienkomfort für lange Beobachtungszeiten

Die am häufigsten ausgeübte Jagdart ist die Ansitzjagd, da diese allein ausgeübt werden kann und im Unterschied zu Gesellschaftsjagden keinen größeren organisatorischen Aufwand erfordert. Bei der Ansitzjagd wartet der Jäger an einer geeigneten Stelle, meist in einer Jagdkanzel oder auf einem Hochsitz, auf das vorbeiziehende Wild. Dies ist naturgemäß mit langen Beobachtungszeiten verbunden. Ein hoher Bedienkomfort und ein ergonomisches Design sind daher wünschenswert, weil das vergleichsweise große Fernglas oft über lange Zeit in der Hand gehalten wird. Da ein Aufstützen in vielen Fällen möglich ist, kann jedoch etwas mehr Gewicht in Kauf genommen werden, vor allem, wenn dies durch eine leistungsstärkere Optik bedingt ist. Wichtig sind die bei Jagd- und Nachtgläsern gängige fünf Millimeter große Austrittspupille, eine hohe Dämmerungszahl und eine hohe Lichttransmission von möglichst mehr als 90 Prozent, die durch eine entsprechende optische Konstruktion sowie durch die optische Vergütung der verwendeten Linsen und Prismen erreicht wird. Besonders hochwertig verarbeitete 8×56-Jagdgläser können beispielsweise eine Lichttransmission von mehr als 96 Prozent erreichen und liefern dann auch bei Nacht beeindruckend helle, scharfe Bilder.

Ferngläser für die Pirsch und Drückjagd: leichter, kompakt und schnell zu bedienen

Wartet der Jäger nicht auf das Wild, sondern bewegt sich auf der Jagd selbst durchs Revier, beispielsweise auf der Pirsch oder bei der Drückjagd, dann werden in der Regel kompaktere und etwas leichtere Ferngläser mit hohem Kontrast bevorzugt, die schnell und einfach zu bedienen sein sollten. Gern werden dafür 8×32- oder 8×42-Gläser verwendet. Ein interessantes und nützliches Feature ist ein in das Jagdglas integrierter Entfernungsmesser. Damit lassen sich die Entfernungen zu unbeweglichen oder beweglichen Objekten schnell und unkompliziert bestimmen.

Lichtstarke Universalgläser als Alternative zum Jagdglas

Generell sind hochwertige Jagdgläser eher am oberen Ende der Preisskala angesiedelt. Wer als Jagd-Einsteiger zunächst eine preisgünstigere Alternative sucht, kann auch zu einem lichtstarken Universalglas greifen. Dieses ist zwar nicht speziell auf die Bedürfnisse von Jägern zugeschnitten, kann aber dennoch gut seinen Zweck erfüllen, wenn es um Beobachtungen in der freien Natur oder in der Dämmerung geht. Auch ein Marineglas kann auf der Jagd gute Dienste leisten, weil es robust gebaut und für Beobachtungen bei Dämmerung ausgelegt ist. Zudem werden Marinegläser oft mit einer wetterfesten Gummiarmierung versehen, die auch bei Outdoor-Aktivitäten an Land von Nutzen sein kann.