Universalferngläser: Allrounder für Wandern, Tierbeobachtung und mehr

Ein Universalfernglas ist die richtige Wahl für all jene, die häufig reisen, wandern oder in der Natur unterwegs sind und sich dafür ein vielseitig einsetzbares Fernglas wünschen, das ihnen mehr Komfort bietet als ein Kompaktglas. Kompakte Ferngläser mögen angenehm leicht und handlich sein, doch gerade auf Reisen und in der Natur erweist sich ihr relativ kleines Sehfeld oft als Nachteil. Zudem kommen viele kompakte Modelle in der Dämmerung schnell an ihre Grenzen. Deshalb lohnt sich der Griff zu einem der etwas größeren Universalferngläser, die am Markt in den unterschiedlichsten Qualitäts- und Preiskategorien angeboten werden und zwischen den Kompaktgläsern und den Spezialgläsern für besondere Einsatzzwecke wie Jagd, Seefahrt oder Astronomie angesiedelt sind. Weil sich mit ihnen unterschiedlichste Beobachtungsaufgaben erfüllen lassen und sie für viele Fernglas-Nutzer die erste Wahl sind, werden Universalferngläser häufig auch als Standardferngläser bezeichnet.

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Höheres Gewicht, höhere Leistung

Typische Universalferngläser wiegen zwischen 300 Gramm und 900 Gramm, wobei das Gewicht im konkreten Einzelfall von der Bauweise und von der Ausstattung des Fernglases abhängt. Generell ist das im Vergleich zu kompaktgläsern höhere Gewicht der Preis dafür, dass Standardferngläser mit deutlich besseren optischen Leistungen aufwarten können. Charakteristisch für Universalgläser sind eine achtfache oder zehnfache Vergrößerung und Objektivdurchmesser im Bereich zwischen 25 und 44 Millimetern, wobei auch einige Modelle mit 50-Millimeter-Objektiven als Standardgläser vermarktet werden. Leichtere Universalgläser mit einem Gewicht bis etwa 500 Gramm können oft in speziellen Gürteltaschen mitgeführt werden, die teils schon beim Kauf mitgeliefert werden und teils als separates Zubehör erhältlich sind. Das ist besonders beim Wandern vorteilhaft, weil es den Hals und die Nackenmuskulatur entlastet und das Fernglas am Gürtel dennoch schneller griffbereit ist als beispielsweise im Rucksack. Das gegenüber kompakten Modellen größere Sehfeld von Universalferngläsern macht es leichter, entfernte, kleinere und bewegte Objekte zu finden und im Blick zu behalten. Das erleichtert vor allem die Beobachtung von Vögeln und Wildtieren. Die höhere optische Leistungsstärke zeigt sich zudem bei Beobachtungen in der Dämmerung, wo viele Universalferngläser bemerkenswert gute Bilder liefern, auch wenn sie nicht ausdrücklich für Beobachtungen bei Nacht konzipiert sind.

Porroprismen oder Dachkantprismen?

Hinsichtlich der Bauweise stehen im Standard-Segment sowohl Porroprismengläser als auch Dachkantprismengläser zur Auswahl. Ein Universalglas in Porroprismen-Bauweise ist zwar tendenziell etwas schwerer und größer als ein vergleichbares Modell mit Dachkantprismen und zudem in der Regel ungeeignet für Beobachtungen im Nahbereich. Dafür sind die Porro-Modelle meist etwas preisgünstiger als Dachkantprismen-Universalferngläser mit ähnlicher optischer Leistung. Gemessen am Preis-Leistungs-Verhältnis sind Porroprismengläser also oft die bessere Wahl, während die Verwendung von Dachkantprismen eine etwas kompaktere Bauweise des Fernglases erlaubt. Merkmale wie Größe, Handlichkeit und Gewicht sollten gerade bei Universalferngläsern nicht unterschätzt werden. Zum einen müssen sie beim Wandern oder Radfahren von ihren Nutzern selbst getragen werden, während etwa ein Marineglas an Bord abgelegt werden kann und nur bei Bedarf zur Hand genommen wird. Auch ein großes Jagdglas für die nächtliche Ansitzjagd kann auf dem Hochsitz zwischendurch immer wieder abgelegt oder beim Beobachten aufgestützt werden. Zum anderen werden Universalgläser besonders gern von Familien gekauft und dann bei Ausflügen oder Urlaubsreisen von Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensaltern, Handgrößen und Augenabständen verwendet.